Der Wind schob Anton den Dünenhang hinauf, als hätte er es eilig. Oben blieb er stehen und staunte: Bis zum Horizont war alles Sand und silbriges Gras, und dahinter lag die Nordsee, grau und glitzernd zugleich. „Weißt du, was das Beste an Ebbe ist?“, fragte Papa und zeigte auf den nassen, spiegelglatten Strand. „Das Meer räumt auf – und manchmal vergisst es etwas.“
Anton rannte los. Muscheln, ein Stück Bernstein vielleicht, ein Krebspanzer – er sammelte alles in seinen Eimer. Und dann sah er sie: eine grüne Flasche, halb im Sand vergraben, mit einem Korken obendrauf.
In der Flasche steckte ein Zettel. Und auf dem Zettel stand ein einziges Wort auf Dänisch – eines, das Anton noch nie gehört hatte. – Fortsetzung beim nächsten Kapitel.