Der Turm von Belém stand im Abendlicht am Fluss, als wäre er aus Sand gebaut und gleich wieder weggespült. „Er sieht aus wie eine Ritterburg“, sagte Lina. „Fast“, sagte Mama. „Von hier sind früher die großen Schiffe losgesegelt, in Länder, die noch auf keiner Karte standen. Der Turm hat ihnen nachgeschaut, bis sie hinterm Horizont verschwunden waren.“
Lina kniff die Augen zusammen und schaute über den Tejo, dorthin, wo das Wasser auf den Himmel traf. Genau dort glitzerte etwas. Erst dachte sie an eine Welle. Aber Wellen bleiben nicht an einer Stelle stehen.
„Mama“, flüsterte Lina und zog an ihrem Ärmel. „Da draußen ist ein Boot. Und ich glaube … es winkt uns.“ – Fortsetzung beim nächsten Kapitel.