„Hörst du das?“ Emma blieb auf den breiten Steinstufen am Wasser stehen. Ein tiefer, warmer Ton stieg aus dem Boden auf, dann noch einer, höher, wie ein Lied ohne Anfang und Ende. „Das ist die Meeresorgel“, sagte Mama. „Die Wellen drücken Luft durch Rohre unter den Treppen. Das Meer spielt sie. Niemand sonst.“
Emma setzte sich auf die unterste Stufe und lauschte. Jede Welle ein Ton, keiner wie der andere. Sie summte leise mit – und dann probierte sie etwas: Sie sang der Orgel ihre Lieblingsmelodie vor, drei Töne nur, und wartete.
Die nächste Welle rollte heran. Und die Orgel antwortete – mit genau denselben drei Tönen. Emma riss die Augen auf. „Mama. Hast du das gehört?“ – Fortsetzung beim nächsten Kapitel.