Der Hafen von Chania roch nach Salz und nach frisch gebackenem Brot. Emma blieb vor der großen Mauer stehen und legte den Kopf in den Nacken. „Da!“, rief sie. Am Ende der Hafenmauer stand er: der Leuchtturm, von dem Jannis' Großvater erzählt hatte. Er sah aus wie ein Minarett und wie ein Turm aus einem Märchen gleichzeitig.
„Man sagt“, flüsterte Jannis und beugte sich zu Emma hinunter, „dass der Leuchtturmwärter früher jeden Abend eine Nachricht für die Fischer hinterlassen hat. Und manche Nachrichten … wurden nie abgeholt.“
Emma spürte, wie ihr Herz schneller klopfte. Ganz unten in der Mauer, zwischen zwei Steinen, steckte etwas. Ein zusammengerolltes Stück Papier. – Fortsetzung beim nächsten Kapitel.