Im Berg war es kühl, und die Stirnlampen malten tanzende Kreise an die Felswände. „Früher“, erzählte der Bergführer, „haben die Bergleute hier unten Salz geholt – das weiße Gold. Und weil die Treppen zu langsam waren, haben sie sich Rutschen gebaut.“ Er zeigte auf zwei blank polierte Holzbalken, die steil in die Dunkelheit hinabführten.
Till setzte sich, so wie der Bergführer es zeigte, packte Mamas Hand – und dann sausten sie hinunter, schneller und schneller, während der Fahrtwind pfiff und irgendwo unten ein warmes Licht größer wurde. Mit einem Plumps landeten sie im Sand. Till lachte noch, da sah er es: Vor ihnen lag ein unterirdischer See, still wie ein Spiegel.
Und über den See, ganz langsam, kam ein kleines Holzfloß geglitten. Mit einer Laterne. Aber ohne einen Menschen darauf. – Fortsetzung beim nächsten Kapitel.